Auf dem Laufenden! Erfahren Sie laufend aktuelle Informationen sowie steuerliche und gesetzliche Neuerungen!

Steuernews der ÖGSW

Beschäftigungsbonus kann ab 1.7.2017 beantragt werden

Frau sitzt vor Diagramm

Nach einigem Hin und Her wurden nun die Richtlinien für den Beschäftigungsbonus beschlossen. Der Beschäftigungsbonus kann grundsätzlich von allen Unternehmen, unabhängig von der Branche und der Unternehmensgröße, beantragt werden, wenn der Unternehmenssitz oder eine Betriebsstätte in Österreich liegt und zusätzliche Arbeitsplätze in Österreich geschaffen werden. Staatliche Unternehmen sind von der Förderung ausgeschlossen, außer sie stehen mit anderen am Markt tätigen Unternehmen im Wettbewerb und üben keine Aufgaben der Hoheitsverwaltung aus.

Der Beschäftigungsbonus wird für zusätzliche vollversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse gewährt, wenn folgende Personen eingestellt werden:

  • beim AMS als arbeitslos gemeldete Personen,
  • Bildungsabgänger (das sind Personen, die an einer zumindest viermonatigen gesetzlich geregelten Ausbildung teilgenommen haben, sofern der Abgang von der Bildungseinrichtung nicht länger als zwölf Monate zurückliegt)
  • Jobwechsler (das sind Personen, die in den zwölf Monaten vor Eintritt in das Unternehmen in Österreich erwerbstätig und somit pflichtversichert waren, zB geringfügig Beschäftigte, Selbständige, Vollzeitangestellte).

Das Dienstverhältnis muss der Kommunalsteuerpflicht sowie dem österreichischen Arbeits- und Sozialrecht unterliegen.

Um festzustellen, ob es sich um ein förderbares zusätzliches Arbeitsverhältnis handelt, wird der Beschäftigungsstand zu folgenden fünf festgelegten Stichtagen herangezogen:

  • am Tag vor Entstehung des ersten förderungsfähigen Arbeitsverhältnisses sowie
  • das jeweilige Ende der vier Vorquartale

Der Höchstwert an bestehenden Arbeitsverhältnissen zu einem dieser fünf Stichtage wird als Referenzwert festgelegt. Der Beschäftigtenstand umfasst mit Ausnahme von Lehrlingen und geringfügig Beschäftigten alle im antragstellenden Unternehmen beschäftigte Arbeitnehmer und ist in Köpfen (= Anzahl der Personen) anzuführen. Die Förderung gelangt zur Auszahlung, sofern ein Zuwachs von zumindest einem Vollzeitäquivalent (entspricht 38,5 Wochenstunden) gegenüber dem Referenzwert nachgewiesen werden kann.

Gefördert werden dabei für die Dauer von drei Jahren die anfallenden Lohnnebenkosten (Dienstgeberbeiträge zur Sozialversicherung, Beiträge zur Mitarbeitervorsorge, Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds, Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag und Kommunalsteuer) durch einen Zuschuss in Höhe von 50 % der Lohnnebenkosten, der jährlich im Nachhinein ausbezahlt wird. Das zusätzlich geschaffene Beschäftigungsverhältnis muss mindestens vier Monate dauern. Der Zuschuss ist von der Einkommensteuer befreit. Bei einem Bruttojahresgehalt von € 35.000 betragen die Lohnnebenkosten rd € 10.650, der Zuschuss daher rd € 5.325 pa. 

Anträge können unter Einbindung Ihres Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers ab 1.7.2017 über den Austria Wirtschaftsservice, der Förderbank des Bundes, gestellt werden. Details und den Antrag finden Sie unter www.beschaeftigungsbonus.at.

Stand: 27. Juni 2017

Bild: sakkmesterke - Fotolia.com

Artikel der Ausgabe Ausgabe 3/2017

Monatsfrist für Anträge zum Beschäftigungsbonus beachten

Monatsfrist für Anträge zum Beschäftigungsbonus beachten

Für neue Arbeitsplatzverhältnisse, die ...

Beschäftigungsbonus kann ab 1.7.2017 beantragt werden

Beschäftigungsbonus kann ab 1.7.2017 beantragt werden

Nach einigem Hin und Her wurden nun die ...

Editorial

Editorial

Für die bevorstehenden Sommermonate empfiehlt ...

FERIENJOBS: Was dürfen Kinder steuerfrei verdienen?

FERIENJOBS: Was dürfen Kinder steuerfrei verdienen?

Zu beachten ist, dass für die Beurteilung, ob ...

Was ist bei Reisen aus EU-Ländern und Drittstaaten zu beachten?

Was ist bei Reisen aus EU-Ländern und Drittstaaten zu beachten?

Sommerzeit bedeutet auch für viele Reisezeit. ...

Die wesentlichen Änderungen im Kartellgesetz

Die wesentlichen Änderungen im Kartellgesetz

Kernpunkt der Änderungen im Kartellgesetz stellt ...

Splitter

Splitter

Grundsätzlich kann jeder Arbeitnehmer eine ...

Höchstgerichtliche Entscheidungen

Höchstgerichtliche Entscheidungen

Nach der Verwaltungspraxis erfasst die ...

Termine

Termine

Die Frist für die Erstattung von Vorsteuern in ...

Kanzleimarketing zum Seitenanfang
Kapelari + Tschiderer - Innsbruck Andreas-Hofer-Str. 43/2 6020 Innsbruck Österreich +43512573126 +435125731264 http:/www.kt.co.at/
Kapelari + Tschiderer - Imst Dr.-Carl-Pfeiffenberger-Str. 16 6460 Imst Österreich +43541290150 +4354129015060 http:/www.kt.co.at/